Das «European Fine Arts Trio» feiert 2009 sein zehnjähriges Jubiläum und eine ebenso lange Erfolgsgeschichte. Es gehört heute zu den führenden Kammermusik-Ensembles Europas. 

Drei Spitzenmusiker lernen sich an Festivals kennen

Das «European Fine Arts Trio» wurde 1999 von Tomasz Tomaszewski (Violine), Pi-Chin Chien (Violoncello) und François Killian (Klavier) ins Leben gerufen. Die drei Freunde haben sich bei Festivals kennengelernt. Alle drei sind Preisträger internationaler Wettbewerbe, erfolgreiche Solisten und Kammermusiker und brachten eine langjährige Erfahrung in das Ensemble ein. Neben ihrem Engagement als Kammermusiker sind alle drei auch solistisch tätig: 2006 beispielsweise führte Tomasz Tomaszewski das Violinkonzert von Christof Penderecki unter dessen Leitung im Konzerthaus Berlin auf. Pi-Chin Chien gab im selben Jahr ein Rezital in der renommierten Carnegie Hall in New York und François Killian in der Wigmore Hall in London.
Das Anliegen der drei Spitzenmusiker ist es, durch engagiertes Musizieren und fundierte Auseinandersetzung mit der Klaviertrio-Literatur ein Zusammenspiel zu pflegen, das sich durch eine hohe Klangkultur und lebendige, spannungsreiche Interpretation auszeichnet.

Internationale Konzerttätigkeit

Das «European Fine Arts Trio» gab Konzerte in den wichtigen Kulturzentren Deutschlands, der Schweiz, sowie in Polen, Frankreich und Italien. Ausgedehnte Tourneen führten das «European Fine Arts Trio» auch nach Asien. Erfolge feierte das Ensemble auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter dem Patronat des Kulturattachés der Regierung.

Gastspiele gab das Ensemble beim «Laboratorium für zeitgenössische Musik» in Warschau, Konzerthöhepunkte waren in der Tonhalle Zürich, im Konzerthaus Berlin, beim Usedomer Musik-Festival, den Internationalen Musiktagen Koblenz, im Rahmen der «Meisterkonzerte» Landau u.a. Künftige Einladungen führen das Ensemble unter anderem an das renommierte Festival «Warschauer Frühling».

Zu den aktuellen Projekten gehört die Aufführung des gesamten Werks Beethovens für Klaviertrio in drei Konzerten. Bei der Premiere dieses Projektes spielte das «European Fine Arts Trio» nebst den elf Trios auch das Tripelkonzert begleitet von dem «Philharmonischen Orchester Posen» in Polen. Zur Zeit ist das «European Fine Arts Trio» daran, alle Werke Beethovens für Klaviertrio auf CD einzuspielen.

Preisgekrönte und massgebende CD-Einspielung

Das Ensemble hat eine CD-Einspielung mit den Klaviertrios von F. Chopin und C. Debussy realisiert, die von der Presse hervorragend bewertet wurde: « ... Das European Fine Arts Trio gibt den wenig bekannten Stücken Profil; die drei musizieren mit Souplesse und Schmelz, dass es eine Freude ist.» (Musik&Theater, Dez. 2002). Diese Debüt-CD wurde gleich mit dem «Grammy» Polens, dem hochangesehenen «Fryderyk-Preis» der polnischen Musikkritik ausgezeichnet.

Paul Juon (1872-1940) – die Entdeckung eines vergessenen Meisters

Das «European Fine Arts Trio» hat massgeblich zur Wiederentdeckung des des in letzter Zeit sehr populär gewordenen Spätromantikers Paul Juon (1872-1940) beigetragen, dessen Werke eine grosse Bereicherung des Repertoires für Klaviertrio darstellen. Sein Tripel-Konzert für Klaviertrio und grosses Symphonie-Orchester, ein jahrzehntelang nicht mehr gespieltes Meisterwerk, hat das Ensemble in verschiedenen Ländern und mit verschiedenen Orchestern zur Aufführung gebracht.

Für das Label «Musiques Suisses» und zum 130. Geburtstag des Komponisten hat das «European Fine Arts Trio» dieses Werk, begleitet von dem «Philharmonischen Orchester Krakau» auf CD aufgenommen.

Paul Juon, von Rachmaninow als «russischer Brahms» bezeichnet, war zu Lebzeiten einer der bekanntesten und erfolgreichsten Komponisten seiner Zeit. Während rund dreissig Jahren war er Professor an der Universität der Künste in Berlin (ehemals Hochschule) und wurde mit den höchsten Preisen wie dem Mendelssohn-Preis oder dem Beethoven-Preis ausgezeichnet. In Russland aufgewachsen übersiedelte er 1898 nach Berlin. Der berühmte Geiger Joseph Joachim, für den Brahms sein Geigenkonzert schrieb, berief ihn als ordentlichen Professor für Komposition an die Hochschule für Musik in Berlin, wo er bis 1934 unterrichtet.